Stationen

Berlin, 4.1.2012

Wer und wo …

Hier stelle ich kurz die Stationen unserer Reise vor, die wir aller Voraussicht nach besuchen.

  • Das „Bombay Sarvodaya Friendship Center“ liegt am nordöstlichen Rand von Mumbai im Statdteil Mulund und wird von Daniel und seiner Frau Hansa geführt. Beide sind seit jungen Jahren sogenannte „Gandhianer“, das heisst sie folgenden den Idealen des Erfinders des gewaltfreien Widerstandes „Mahatma Gandhi“ und dessen spirtuellen Nachfolgers Vinoba Bhave, der unter anderem durch die von ihm angeführte „Landschenkungsbewegung“ bekannt ist. Das „Center“ ist bis heute eine wichtige Anlaufstelle für aktive Gewaltfreie aus der ganzen Welt.
  • Rajpipla ist eine Stadt in Gujarat in der Nähe des Narmada Flusses, wo es ein weiteres Center für gewaltfreie Aktionen gibt, das schwerpunktmäßig von Anand, Hansa und Daniels älterem Sohn betrieben wird. Neben Umweltschutzthemen sind Anands Schwerpunkte vor allem die politische Aufarbeitung der Folgen der Globalisierung für die lokale indische Ökonomie, die Mobilisierung der Betroffenen und die Vermittlung bei Konflikten zwischen Bevölkerungsanteilen unterschiedlicher Religionen, die seit der Gründung Indiens immer wieder zu schweren Gewaltexzessen geführt haben.
  • Mozda ist ein kleines Dorf in Gujarat, etwa 2 Stunden per Auto von Rajpipla entfernt, in dem Daniels Sohn Michael mit seiner Frau Swati lebt. Das besondere an diesem Dorf ist, dass es in einem Naturreservat liegt, das fast ausschließlich von „Adivasis“ bewohnt wird. Adivasis sind Indigene, also die eigentliche „Urbevölkerung“ Indiens, die eine eigene Sprache und Kultur haben und bis heute noch sehr traditionell leben, Leider sind sie massiven Repressionen ausgesetzt. Michael und Swati leben mit den Adivasis zusammen und unterstützen sie dabei, für sich eine Perspektive in dem sich unter dem Eindruck der Globalisierung schnell veränderndem Indien zu finden. Über ihre Arbeit auf lokaler Ebene hinaus arbeiten Michael und Swati mit Anand zusammen an Umweltschutzthemen und vielen anderen Themen auf lokaler und überegionaler Ebene.
  • Kantidra ist ein kleines Dorf direkt am Narmada Fluss, in dem Anand in den frühen 90ern (ähnlich wie Michael und Swati heute noch) gelebt und sich engagiert hat. Sein Freund Kanti lebt heute dort als Bio-Farmer mit seiner Frau Yatra, die als Lehrerin arbeitet. Mit beiden sind Sabine und ich seit vielen Jahren gut befreundet und wann immer es uns möglich ist, besuchen wir die beiden. Das besondere an Kantidra ist seine wunderschöne Lage direkt am Narmada und dass es bis heute von westlichen Einflüssen weitgehend verschont geblieben ist, außer Sabine und mir gibt es kaum mal Besuch von so weit weg.
  • Bangalore auf dem Weg nach Südindien ist die Hauptstadt des indischen Bundesstaates Karnataka und mit über 8,4 Millionen Einwohnern nach Mumbai und Delhi die drittgrößte Stadt Indiens und bekannt als Technologie-Zentrum, insbesondere im IT-Bereich. Dort treffen wir auf unsere junge Freundinn Lea, die dort freiwilliges soziales Jahr (FSJ) bei der NGO Saama Foundation ableistet, die sich um Kinder mit Behinderung kümmert und sich für deren Rechte einsetzt. Gleichzeitig arbeitet auch mein Cousin Thomas seit Anfang des Jahre bei einer Firma in Bangalore, vielleicht schaffen wir es, auch ihn zu treffen.
  • Von Bangalore aus geht es aller Vorraussicht nach zusammen mit Lea zur letzten Station: zum „Bishop Kurialacherry Nature Cure & Yoga Centre“ in Kottayam nahe bei Cochin in Südindien. Das BKNC ist eine christliche Einrichtung der „Sisters of the Adoration of the Blessed Sacraments“ (SABS) und bietet Yoga und eine ganze Palette naturheilkundlicher Verfahren an.